Pikler®-SpielRaum   ●  Elternbegleitung                   Gisela Meinzolt   

Ablauf einer SR Stunde ab 4 Monate
 
   
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   Gisela Meinzolt

   Sibylle Köhler

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Ablauf einer SpielRaum - Stunde ab 6 Monate

Die begleitenden Eltern lade ich ein, sich im Raum einen Platz auf einem Sitzkissen zu suchen, um dann mit Ihrem Kind in Ruhe anzukommen. Sie können ihr Baby so lange auf dem Arm halten, bis sie spüren, dass es bereit ist, sich in ihrer Nähe auf den Rücken legen zu lassen. Bitte teilen sie ihrem Kind vorher mit, wenn sie etwas mit ihm tun möchten und erklären sie ihm, wo es sich jetzt gerade befindet und was nun geschehen wird. Wenn sie ihr Kind vor jeder Veränderung ansprechen und ihm Zeit lassen, sich darauf einzustellen, helfen sie ihm dabei, sich zu orientieren und es wird mit der Zeit seinen Fähigkeiten entsprechend auf seine Art mitwirken. Es wird vom passiven zum aktiven Partner. 

Im SpielRaum ist die Rückenlage die Ausgangsposition für ihr Kind, da es in dieser Lage in seinem natürlichen Gleichgewicht ist. Erst wenn es von sich aus im Sitzen spielt, fühlt es sich in dieser Position auch sicher. 

Als Bekleidung für ihr Kind möchte ich Ihnen weiche anliegende Hemdchen oder Pullis und weiche anschmiegsame Leggings oder Wollhosen empfehlen, die ihm viel Bewegungsfreiheit ermöglichen, ohne störend zu verrutschen oder starke Falten zu schlagen. 
Ebenso rate ich, ihr Kind möglichst barfuß sich selbst und seine Umgebung erkunden zu lassen. Es kann dadurch vielfältiger mit den Bewegungen experimentieren und die Sinneswahrnehmung verstärkt sich. Sie können ihrem Kind stattdessen die bereitgestellten Stulpen (Pulswärmer) anziehen.  

Wenn sie ihr Kind hingelegt haben, brauchen sie ihm kein Spielzeug anzubieten oder es zu etwas aufzufordern.  Ich bereite eine Umgebung mit Bewegungselementen und Spielmaterialien vor, die dem Entwicklungsstand und den Interessen der Kinder entgegen kommt.
Auch bitte ich sie, während des SpielRaums, außer wirklich notwendigen Mitteilungen, nicht mit den anderen Eltern zu plaudern, da dies uns von unserer echten Anteilnahme am Geschehen ablenkt. Für den Austausch unter uns Erwachsenen gibt es die begleitenden abendlichen Gesprächsrunden. Es können aber auch Fragen aus den Beobachtungen direkt mit mir leise besprochen werden.
 

Wenn sie den Raum verlassen, z. B. um zur Toilette zu gehen, teilen sie das bitte ihrem Kind mit. Es kann sich dadurch besser darauf einstellen, dass sie nicht da sein werden, wenn es sich nach ihnen umschaut.  Und wenn es weint und seiner Sorge Ausdruck verleiht, kann ich ihr Kind so lange begleiten, bis sie wieder da sind.
 
Bei Begegnungen der Kinder untereinander und auch sonst bitte ich sie, nicht einzugreifen, außer im wirklichen Notfall. Dadurch lernen sich die Säuglinge z.B. durch Berührung nach und nach kennen und entdecken Unterschiede zwischen Spielobjekten und den Reaktionen anderer Kinder. Sie lernen sich selbst zu schützen, indem sie ihren Kopf zur Seite drehen, und häufig scheint es sie nicht einmal zu stören, wenn ein anderes Kind über sie hinweg robbt.  

Wenn ihr Kind unruhig wird und sie den Eindruck haben, dass es hungrig ist, müde, oder dass es gewickelt werden müsste, möchte ich sie bitten, sich mit ihm zurück zu ziehen um sich ungestört den leiblichen und seelischen Bedürfnissen ihres Babys zuwenden zu können.  Zum Wickeln können sie den Wickeltisch im Damen-WC  nutzen. 
Sie können sich auch überlegen, ob sie früher nach Hause gehen möchten. Manchmal ist es jedoch nicht ersichtlich, was ihr Kind hat und es reicht unter Umständen eine leichte Berührung und Ansprache, damit es sich wieder orientieren kann.
 
Nach ca. einer Stunde beenden wir die Spielzeit. Jetzt gibt es Gelegenheit für eine kleine Trinkpause, in der die Kinder ein Glas Wasser angeboten bekommen. Säuglinge können selbstverständlich jederzeit gestillt werden.

Bei einer kleinen Abschlussrunde gibt es die Möglichkeit, sich über Erlebtes aus dem SpielRaum auszutauschen.

Gisela Meinzolt, www.piklerspielraum.de