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Die Grundlagen der Pikler-Pädagogik 

Emmi Pikler war eine Kinderärztin, die von 1902 – 1984 in Wien und Budapest lebte und arbeitete.

Aus ihrer 10 jährigen praktischen Arbeit als Familienärztin und später in dem von ihr 1946 im Auftrag der Stadt Budapest gegründeten Säuglingsheim für elternlose Kinder entwickelte Emmi Pikler die Grundlagen ihrer Pädagogik für ein gesundes Aufwachsen von Kleinkindern.

Das Säuglingsheim Lóczy wurde unter ihrer Führung durch seine Ergebnisse bei der Verhütung des Hospitalismus, sowie durch die Herausgabe von Fachbüchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu einem international bekannten methodologischen Institut.

Zwischen 1968 und 1970 wurde im Auftrag der WHO eine Nachuntersuchung an 100 ehemaligen „Lóczy-Kindern“ durchgeführt. Bei keinem der Kinder wurden Unterschiede zu in Familien aufgewachsenen Kindern gefunden. Damit konnte Emmi Pikler die Überzeugung widerlegen, Hospitalismus sei bei Heimkindern unausweichlich. 

Die Forschung Emmi Piklers galt der der ungestörten Bewegungsentwicklung, dem eigenständigen Spiel, der Verbindung zwischen Bewegungs- und Spieltätigkeit, sowie den Grundlagen und Voraussetzung für die Entwicklung dieser Fähigkeiten. 

Emmi Pikler war davon überzeugt, dass Kinder, die sich durch ihre eigene Initiative und Neugier führen lassen, eine bessere Entwicklung erleben, als Kinder die, wie vielfach üblich, durch direkte Intervention der sie umgebenen Erwachsenen bestimmt und geleitet werden. Dem Kind die Initiative zu überlassen, bedeutet dem Kind zu vertrauen, dass es sich in seinem Zeitmaß entwickeln wird. Es wird sich selber die Herausforderungen suchen im Bewegungs- sowie im Spielverhalten, an denen es wachsen wird.
Voraussetzung dafür ist die achtsame und warmherzige Beziehung zwischen Kind und  Erwachsenem, seine Bemühung die Zeichen und Signale des Kindes zu entschlüsseln und angemessen darauf zu reagieren.

Geborgen in sicheren, stabilen Beziehungen lernen Kinder, sich aus eigener Initiative, gemäß ihren Interessen zu bewegen und zu spielen. Kommunikation und Sozialverhalten entstehen im Dialog mit den Erwachsenen, wenn die kindlichen Signale verstanden und sinnvoll erwidert werden. Damit selbständiges Lernen möglich wird, müssen die Erwachsenen eine Umgebung gestalten, die den momentanen Bedürfnissen und Interessen des Kindes entspricht.

Genaue Beobachtung des Kindes und das Wissen um die Abfolge der Entwicklungsschritte ist die Grundlage dieser Tätigkeit. Nur dort, wo das Kind Interesse entwickelt, also zwischen den Forderungen aus der Umwelt und sich selbst eine Verbindung herstellt, kann es im eigentlichen Sinne lernen und das Gelernte integrieren.

Der Name Pikler steht für eine achtsame Haltung dem Kind gegenüber vom ersten Lebenstag an. Wir legen Wert darauf, die Besonderheiten eines jeden Kindes zu berücksichtigen und im Umgang mit ihm seine Persönlichkeit zu wahren. Wir respektieren das Bedürfnis der Kinder, sich geistig und körperlich in ihrem Zeitmaß und ihren Interessen entsprechend zu entwickeln.